
Angefangen hat alles mit dem neuen Ältestenkreis. Als dieser 2020 seine Arbeit aufnahm, war das Insektensterben im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. „Wir haben überlegt, wie wir den Kirchgarten umgestalten können, um Artenvielfalt zu fördern“, erzählt Heidrun Stahl vom Kirchengemeinderat. Nach einer Veranstaltung der örtlichen NABU-Gruppe war klar, „dass wir auch mit wenig Aufwand etwas für die Artenvielfalt tun können: nämlich durch „aktives Nichtstun“. So hat sich ganz natürlich eine insektenfreundliche Saumbepflanzung entwickelt – und in der Mitte bleibt genügend Raum für Gottesdienste und Gruppenaktivitäten.
„Die Wildkräuter und unsere erklärenden Schilder haben sich als idealer Gesprächseinstieg für alle Altersstufen erwiesen“, freut sich Pfarrer Bernd Kreissig über die Resonanz und hofft auf viele Nachahmer. Inzwischen stehen der Kirchengemeinde weitere Flächen zur Verfügung, die sie naturnah umgestalten will. Über das Förderprogramm "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" der KfW hat sie entsprechende Fördermittel bewilligt bekommen. Derzeit entstehen u.a. ein Sandarium für Wildbienen sowie eine Hecke aus einheimischen Sträuchern. Deren Blüten und Früchte sollen Nahrung für Insekten und Vögel bieten, ihre Blätter Nahrung und Lebensraum für Larven und Ablagemöglichkeit für Insekteneier. "Die Herausforderung dabei ist," erläutert Heidrun Stahl, "dass viele solcher Sträucher für Menschen giftige Beeren haben, manchmal ist gar die ganze Pflanze giftig. Das wollten wir unbedingt vermeiden, weil auf der anderen Seite unseres Zauns eine Kita ist." Die Engagierten lesen sich daher intensiv ein und bedenken auch praktische Aspekte wie Standort und Pflegekonzept mit. Mehr Informationen zum Kirchgarten finden sich hier. Nimm gerne Kontakt auf!
„Die Wildkräuter und unsere erklärenden Schilder haben sich als idealer Gesprächseinstieg für alle Altersstufen erwiesen“, freut sich Pfarrer Bernd Kreissig über die Resonanz und hofft auf viele Nachahmer. Inzwischen stehen der Kirchengemeinde weitere Flächen zur Verfügung, die sie naturnah umgestalten will. Über das Förderprogramm "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" der KfW hat sie entsprechende Fördermittel bewilligt bekommen. Derzeit entstehen u.a. ein Sandarium für Wildbienen sowie eine Hecke aus einheimischen Sträuchern. Deren Blüten und Früchte sollen Nahrung für Insekten und Vögel bieten, ihre Blätter Nahrung und Lebensraum für Larven und Ablagemöglichkeit für Insekteneier. "Die Herausforderung dabei ist," erläutert Heidrun Stahl, "dass viele solcher Sträucher für Menschen giftige Beeren haben, manchmal ist gar die ganze Pflanze giftig. Das wollten wir unbedingt vermeiden, weil auf der anderen Seite unseres Zauns eine Kita ist." Die Engagierten lesen sich daher intensiv ein und bedenken auch praktische Aspekte wie Standort und Pflegekonzept mit. Mehr Informationen zum Kirchgarten finden sich hier. Nimm gerne Kontakt auf!
Ein Kirchgarten für Schmetterlinge
Brennesseln wucherten zuerst an der Kirchenmauer, dann flatterten Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Kohlweißling um ihre Blüten. Denn Brennnesseln sind das Superfood im Insektenbuffet. „Einfach mal wachsen lassen, was kommt“, so beschreibt Heidrun Stahl vom Kirchgemeinderat das Vorgehen. Anstatt Blühstreifen und Gehölzränder anzulegen, ließen sie die Randstreifen im Garten rund um die Kirche ungemäht stehen – und schon im ersten Sommer konnten die Besucherinnen und Besucher des Kirchgartens Schmetterlinge und Wildbienen beobachten.
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