
Sägen und Schrauben
Das Projekt war auf 2 Jahre angelegt und gliederte sich in mehrere Phasen: Bau und Bepflanzung der Hochbeete, Workshops zum Gärtnern, Veranstaltungen und Vorträge in Kooperation mit anderen im Umweltschutz aktiven Verbänden, wie zum Beispiel dem Imkerverein oder dem B.U.N.D. Etwa 370 Personen haben an den Angeboten teilgenommen, vor allem die einzelnen Aktionen – wie etwa der Wildkräuterspaziergang - zogen viele Interessierte an. Auch der Bau der Hochbeete hat viele Interessierte angelockt. An zwei Samstagen wurden insgesamt 10 mobile Beete verschiedener Größen und Höhen unter Anleitung eines Schreiners erstellt.
Ernten und Säen
Eine Gärtnerin begleitete das Projekt mit Fachwissen: Was pflanze ich in Kübel, was auf dem Balkon, was in einem Hochbeet? Was säe ich wann? Welche “Beetnachbarn” vertragen sich? In mehreren Workshops wurde gepflanzt und Wissen vermittelt - während der Coronapandemie geschah dies digital. “Als es um die Pflege der Beete ging,” berichtet Pfarrerin Wagner, “stellten wir fest, dass sehr viel an uns, dem Team, hängt. Unser Ansatz – dass “die Stadt zu uns kommt”, funktionierte nicht so wie angenommen. Die Menschen trauten sich nicht!” Daraufhin sprach das Nachhaltigkeitsteam Geschäfte und Cafés in Markdorf an, ob sie bepflanzte Beete pflegen würden. Zudem erstellte es Schilder für die Beete, die erklärten, dass die Kräuter und Gemüse “ein Gewinn für alle sein sollten”. In den Gottesdiensten würde verkündet, was gerade reif ist und dazu eingeladen, direkt etwas mitzunehmen.
Wie geht es weiter?
Inzwischen sind die meisten Beete in Markdorf aufgestellt: 3 vor Cafés, weitere zwei beim Mehrgenerationenhaus und zwei bei einer Behindertenwohneinrichtung. Drei mobile “Beete für jeden” sind bei der Kirchengemeinde geblieben und werden auch dieses Jahr wieder bepflanzt. Alle Hochbeete sind außerdem Teil eines neuen Geocaches mit interessanten Infos zum Gärtnern auf kleinem Raum. “Ja, es ist ein Dauerprojekt”, bestätigt Pfarrerin Wagner, “aber mit einem überschaubaren Aufwand.” Die Kirchengemeinde wurde über das Projekt – das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert wurde - als Kirchengemeinde wahrgenommen, die sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzt. “Es hat sicher dazu beigetragen, dass viele Privatleute nun Hochbeete nutzen - übrigens auch die katholische Seelsorgeeinheit in Markdorf”, freut sich Pfarrerin Wagner.
Tipps für Nachahmer
Das Nachhaltigkeitsteam empfiehlt, von Anfang an genau zu überlegen, wie die Pflege dauerhaft organisiert und gewährleistet werden kann. “Denn,” weiß Pfarrerin Wagner, “Menschen, die pflegen, sind andere, als jene, deren erste Motivation Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist.” Sie empfiehlt, verschiedene Zielgruppen im Blick zu haben und einzubeziehen.
Nach vier Jahren seien manche Beete “in die Jahre gekommen”. Hier könnte man die Konstruktion verbessern oder Holz nehmen, das eine längere Lebensdauer hat – und dafür aber auch teurer ist.
Ein Hochbeet im Gemeindehausgarten ist ein schöner Beitrag zum Klimaschutz!
Link zum Geocache:
Kontakt:
Garten Eden – Beete für jede(n)
Zitronenmelisse, Salbei, Rosmarin - es duftet auf dem Platz vor dem Haus am Weinberg in Markdorf. Schnittlauch und Zwiebeln tragen ihr Aroma bei; Tomaten, Mangold und viele weitere Gemüse bieten einen Augenschmaus im Laufe des Jahres. Sie wachsen in mobilen Hochbeeten, die innerhalb des Projekts “Garten Eden – Beete für jede(n)” gebaut, bepflanzt und gepflegt werden. Das Nachhaltigkeitsteam der Kirchengemeinde Markdorf hat es 2018 initiiert. “Es ging uns um das gemeinsame Gärtnern, dabei zu lernen und sich auszutauschen”, erzählt Pfarrerin Kristina Wagner. “Auf diese Weise wollen wir für eine klimafreundliche Ernährung, für nachhaltige Landwirtschaft und den schonenden Umgang mit Ressourcen werben.” Die “Beete für jede(n)” sind für alle da: Alle Menschen dürfen ernten - unabhängig davon, ob sie sich bei der Entstehung beteiligt haben oder sie pflegen.
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