Frau mit Himbeere in der Hand
Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren - naschen erlaubt.
 

Pikopark in Edingen

Grüne Daumen, Fundraising und das KfW Förderprogramm ermöglichen den Miniaturpark
 
Die Kirchengemeinde Edingen hat weitere Flächen ihres Kirchgartens in einen naturnahen „Pikopark“ verwandelt. Möglich wurde das durch das Förderprogramm “Natürlicher Klimaschutz in Kommunen” der KfW. 
“Ein Pikopark macht einen Stadtteil lebenswerter. Sein Ziel ist der Erhalt und die Entfaltung von Fauna und Flora zum Wohle aller”, erklärt Katharina Kreissig von der Evang. Kirchengemeinde Edingen. Auch solche kleinen grünen Oasen leisten einen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz. Gemeinsam mit weiteren Gartenbegeisterten entwickelte sie ein Konzept für den neuen Bereich des Kirchgartens. „Das war nicht leicht, denn viele heimische Sträucher haben giftige Beeren oder starke Dornen – beides ist für unsere jüngsten Besucher ungeeignet.“ 
 
Die Gartengruppe holte sich Unterstützung durch eine Gartenbaufirma und die Fundraising-AG der Kirchengemeinde. Mit Konzept und Pflanzplan beantragte die Kirchengemeinde Fördermittel bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und erhielt eine 80-prozentige Zusage in Höhe von 11.000 Euro. Zusammen mit den bereits 2023 eingegangenen Spenden startete im Frühjahr 2025 die Umsetzung. „Wenn Spender*innen Pflanzenwünsche geäußert hatten, setzten wir sie – soweit möglich – um“, betont Kreissig. Wo diese nicht mit den Förderbedingungen vereinbar waren, wurden ähnliche Arten gewählt. 
Entlang der Grenze zur Kinderkrippe „Vogelnest“ wachsen nun Rosmarinweide, Aroniabeere, Sanddorn, Kornelkirsche, Schlehe, Holunder und Felsenbirne. Auch der Sommerapfelbaum, ein Geschenk der Kita Martin Luther, hat hier seinen Platz gefunden. Die robusten Apothekerrosen ergänzen die Pflanzung. 
„Die naturnahe Bepflanzung braucht länger zum Wachsen als Zierpflanzen, dafür erfordert sie weniger Pflege“, erklärt Kreissig. Der Naschgarten entlang der Mauer bietet Beerensträucher und Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Salbei. Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren laden im Sommer zum Naschen ein.  Der Naschgarten steht allen Gemeindemitgliedern offen – wer reife Früchte entdeckt, darf gerne zugreifen. 
 
Gartenfläche mit gemischter naturnaher Hecke als Umrandung
Übersicht über die neue Gartenfläche.
  
Gelbbindige_Furchenbiene auf lila Distelblüte
Maulbeeren mit Kirche als Hintergrund
Stellfläche mit offenem Fugenpflaster und Bepflanzung als Rand
eine Frau und ein Mann pflücken Obst
Haus-Feldwespe
Kornelkirsche
Rosa gallica officinalis (Essigrose)
Sandarium für Wildbienen
Schlehe (Frucht)
Weissdorn (Frucht)
Weintrauben
  

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